1. Runde

 

 

KSV Holstein Kiel - Hamburger Sport Verein

 

 

 

Der Hamburger SV hat die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Beim schleswig-holsteinischen Oberligisten Holstein Kiel, der am Ende der vergangenen Saison aus der Regionalliga abgestiegen war, gewannen die Hamburger am Sonntag (05.08.07) verdient mit 5:0 (1:0). Die Treffer erzielten Rafael van der Vaart (25.), Mohamed Zidan (54.), Nigel de Jong (71.), Maxim Choupo-Moting (88.) und Romeo Castelen (90.). Die Rothosen zeigten eine engagierte Leistung, die mit dem verdienten Sieg belohnt wurde. Einziger Wehrmutstropfen: Verteidiger Bastian Reinhardt musste nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung aufgrund eines Platzverweises verfrüht den Platz verlassen (80.). Ansonsten gab es ausschließlich zufriedene Hamburger Gesichter zu sehen.

Bei heißen Temperaturen, einem prall gefüllten Stadion und erwartungsfrohen Kieler Fans, die sich schon weit vor dem Anpfiff mit den aus Hamburg angereisten Anhängern laute Gesangsduelle lieferten, fieberten alle Beteiligten dem Spiel der 1. Pokalrunde entgegen. Natürlich ging der HSV als Favorit ins Rennen, machte sich jedoch auf einen heißen Tanz gegen den vermeintlichen Underdog gefasst. Schließlich stellen die Kieler trotz ihres Abstiegs in die Oberliga eine sehr gute und erfahrene Mannschaft, die aus vielen Ex-Profis besteht. Unterschätzen also verboten! Deshalb überließ Huub Stevens nichts dem Zufall und bot die Elf auf, die beim 4:0-Erfolg im UI Cup gegen Dacia Chisinau von Beginn auflief.


Schrecksekunde zu Beginn

Die Anfangsphase des Duells Oberliga gegen Bundesliga verlief recht ausgeglichen. Zwar konnten die Hamburger mehr Ballbesitz vorweisen, kamen aber in den ersten Minuten nicht zu zwingenden Torraumszenen. Ganz anders die Kieler, die defensiv kompakt standen und in der 20. Minute auch die erste echte Torchance des Spiels für sich verbuchen konnten. Siedschlag setzte sich auf der rechten Außenbahn gut durch, seine scharfe Hereingabe landete am zweiten Pfosten bei Kiels einziger Spitze Famewo, doch der trat aus wenigen Metern Torentfernung über den Ball - durchatmen beim HSV.

Diese Aktion schien der Weckruf für die Hanseaten gewesen zu sein, denn fortan zogen die Mannen von Trainer Huub Stevens das Tempo merklich an und stellten die Weichen auf Sieg. Den Anfang machte Mannschaftskapitän Rafael van der Vaart, der mit einem satten Vollspannstoß die 1:0-Führung erzielte. David Jarolim hatte van der Vaart mit einem überlegten Pass in die Tiefe bedient und der Niederländer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und vollendete mit seinem eigentlich etwas schwächeren rechten Fuß (25.). Nur drei Minuten später fiel das vermeintliche 2:0, doch Nigel de Jong stand bei seinem Treffer wohl wenige Zentimeter im Abseits, so dass Schiedsrichter Babak Rafati dem Treffer die Anerkennung verweigerte. An der Überlegenheit der Rothosen änderte dies jedoch nichts, bis zur Pause hätten die das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können. Piotr Trochowski (33., 42.) und Ivica Olic (37.) verpassten jedoch das verdiente 2:0.


Zwei Treffer in Unterzahl

Das fiel dafür kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit, als Mohamed Zidan eine gelungene Kombination über Jarolim und Nigel de Jong gekonnt abschloss (54.). Von nun an war die Partie gelaufen. Holstein versuchte Schadensbegrenzung zu betreiben, während der HSV weiter nach vorne spielte. Nachdem Jarolim und van der Vaart bei ihrer Doppelchance das 3:0 verpassten (56.), sogte der auffällige de Jong für die endgültige Entscheidung, als er eine van der Vaart-Hereingabe per Kopf zum 3:0 im Kieler Kasten versenkte (71.). Zidan setzte nur eine Minute später beinahe noch einen drauf, scheiterte aber am guten Kieler Keeper Simon Henzler.

 

Für den hätte es ab der 80. Minute etwas ruhiger werden können, denn der zehn Minuten zuvor eingewechselte Bastian Reinhardt griff als letzter Mann zu unerlaubten Mitteln und sah dafür die Rote Karte. Fortan spielten die Gäste also in Unterzahl, ließen allerdings auch mit einem Mann weniger nie etwas anbrennen. Im Gegenteil: Sie berannten weiter Henzlers Tor. Nach einem super Solo vom eingewechselten Neuzugang Romeo Castelen war der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Maxim Choupo-Moting frei durch, umspielte auch noch Henzler und schob zum 4:0 ein (88.). Dieser Treffer bedeutete allerdings noch nicht den Endstand. Den besorgte nämlich mit dem Schlusspfiff besagter Castelen, der den Ball aus spitzem Winkel zum auch in der Höhe verdienten 5:0 unter die Torlatte jagte und so die über 3.000 mitgereisten HSV-Anhänger jubeln ließ.


 

Fakten


Holstein Kiel: Henzler - Rohwer, Sandmann, Boy, Brückner - Schyrba, Hasse (74. Hummel), Mazingu-Dinzey (74. Werner), Siedschlag, Guscinas - Famewo (57. Wulff)

 

Hamburger SV: Rost - Demel, Mathijsen (70. Reinhardt), Kompany, Benjamin - de Jong, Jarolim, Trochwoski - van der Vaart (73. Castelen) - 11.Olic, 7 Zidan (81. Choupo-Moting)

 

Tore: 0:1 van der Vaart (25.), 0:2 Zidan (54.), 0:3 de Jong (71.), 0:4 Choupo-Moting (88.), 0:5 Castelen (90.)

 

Zuschauer: 11.500

 

Schiedsrichter: Babak Rafati

 

Gelbe Karten: Hasse / de Jong

 

Gelb-Rote Karten: - / -

 

Rote Karte: - / Reinhardt (80.)

2.Runde

3:1-Sieg gegen Freiburg - Achtelfinale erreicht


Hamburg - Der Hamburger SV hat das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. In der zweiten Runde schlugen die Rothosen am Mittwochabend (31.10.07) den SC Freiburg mit 3:1 (1:1). Vor 39.261 Zuschauern in der HSH Nordbank Arena gingen die Gäste zunächst durch Matmour mit 1:0 in Führung (12.). Piotr Trochowski markierte nur fünf Minuten später den Ausgleich (17.). In der zweiten Halbzeit brachte Ivica Olic die Stevens-Elf mit seinem Kopfballtreffer in Führung (52.), ehe der eingewechselte Rafael van der Vaart in der Schlussminute den 3:1-Endstand per Foulelfmeter herstellte.

 

 

 

 

Trainer Huub Stevens nahm den Pokalwettbewerb und den SC Freiburg keinesfalls auf die leichte Schulter. Kein Wunder, schließlich spielt der SC in der 2. Liga eine sehr gute Rolle. Zudem schaltete der neue Trainer Robin Dutt in der vergangenen Saison bereits mit seinem damaligen Club Stuttgarter Kickers den HSV aus. In Bestbesetzung ließ Stevens seinen Mannen auflaufen, erstmals stand auch Rafael van der Vaart wieder im Kader, nahm jedoch erst einmal auf der Bank Platz.

 

3:1-Sieg nach frühem Rückstand

 

Die Partie begann einseitig. Der HSV übernahm sofort das Kommando und erspielte sich einige gute Gelegenheiten. Piotr Trochowski mit einem Distanzschuss (1.), Paolo Guerrero mit einem Fallrückzieher (4.) und Jerome Boateng mit einem harten und platzierten Schuss (11.) hätten früh das 1:0 erzielen können - doch plötzlich führte Freiburg. Erster Angriff, erstes Tor für die Gäste, deren Angreifer Matmour eine Pitroipa-Flanke einköpfte (12.). Der HSV zeigte sich jedoch keinesfalls geschockt, sondern spielte konzentriert weiter und drängte auf den Ausgleich.

 

 

Erst scheiterte Guerrero auch mit seinem zweiten Fallrückzieher nur knapp (14.), ehe Trochowski nach seinem Solo über das halbe Feld das 1:1 erzielte (17.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeit, denn der Rest der ersten Hälfte gestaltete sich recht ausgeglichen. Doch nach dem Seitenwechsel zogen die Hamburger das Tempo an und entschieden das Spiel für sich. Erst köpfte Ivica Olic eine Trochowski-Ecke in die Maschen (52.), ehe der eingewechselte Rafael van der Vaart in der 90. Minute den Schlusspunkt setzte. Er verwandelte einen an Guerrero verursachten Strafstoß sicher zum verdienten 3:1-Endstand, der den HSV ins Achtelfinale des DFB-Pokal einziehen lässt.

 

Das Spiel im Stenogramm:

 

Hamburger SV: Rost - Boateng, Kompany, Mathijsen, Atouba - Jarolim, Demel - Zidan (83.Choupo-Moting), Trochowski (85.Benjamin), Olic (72.van der Vaart) - Guerrero

 

SC Freiburg: Walke - Schwaab, Krmas, Butscher, Aogo - Banovic, Uzoma (77.Konrad) - Matmour (70.Schlitte), Mesic - Pitroipa - Cafu (80.Bencik)

 

Tore: 0:1 Matmour (12.), 1:1 Trochowski (17.), 2:1 Olic (52.), 3:1 van der Vaart (90.)

 

Zuschauer: 39.261

 

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)

 

Gelbe Karte: - / Butscher, Banovic

 

Gelb-Rote Karte: -/-

 

Rote Karte: -/-


Impressum | druckversionDruckversion | Sitemap
© by Ole. Beginning of the Copyright 1.1.2008. Diese Seite ist durch technische Maßnahmen Kopiergeschützt.